NEUE FILMKRITIKEN ONLINE

14.09.2018

Ende August und Anfang September sind zwei neue Filmkritiken von mir online gegangen.

Für spiesser.de habe ich über die tolle deutsche Komödie "Grüner wird's nicht, sagte der Gärtner und flog davon" geschrieben. Und für Berliner Filmfestivals über den fabelhaften neuen Film von Von Donnersmarck: "Werk ohne Autor"


GRÜNER WIRD'S NICHT, SAGTE DER GÄRTNER UND FLOG DAVON


WERK OHNE AUTOR

Für Berliner Filmfestivals durfte ich mir im August den neuen Film von Florian Henckel von Donnersmarck ansehen. "Werk ohne Autor" feierte am o4. September auf den diesjährigen Filmfest in Venedig seine Weltpremiere. Offizieller Filmstart ist der o3. Oktober.

Meine Filmkritik könnt ihr bereits jetzt unter diesem Link --> https://berliner-filmfestivals.de/video/75-internationale-filmfestspiele-von-venedig-werk-ohne-autor-von-florian-henckel-von-donnersmarck lesen.

Undi hier noch eine kleine Kurzkritik:

Darum geht es:

Kurt Barnert (Tom Schilling) konnte aus der DDR fliehen. Er konnte die Nazi-Zeit überleben. Was er jedoch nicht konnte, ist den Tod seiner Tante richtig verarbeiten. Als Kurt 6 Jahre alt war, musste er mit ansehen, wie seine 20-jährige Tante von den Nazis als verrückt erklärt und weggesperrt wurde. "Nicht wegsehen, Kurt. Nie wegsehen" hört er seine Tante kurz vorher noch sagen. Drei Jahre später wird sie von den Nazis umgebracht. Die Bilder seiner Tante sind bei Kurt verschwommen in Erinnerung geblieben. Sein Weg sie als Erwachsener aufzuarbeiten? In seinen Kunstwerken. In Werken ohne Autor.

Was du zum Film wissen musst:

"Werk ohne Autor" erzählt in knapp drei Stunden, die Geschichte eines jungen Künstlers in den 1960er Jahren. Die Story orientiert sich an der Lebensgeschichte des berühmten Malers Gerhard Richter. Tom Schilling übernimmt die Rolle des Kurt Barnet. Sein Gegenspieler: Sebastian Koch als dessen Schwiegervater Carl Seeband. Erneut schafft es Regisseur Florian Henckel von Donnersmarck ("Das Leben der Anderen") einen verstörenden aber dennoch hervorragenden Film zu schaffen, der von seinen Schauspielern allen voran Tom Schilling und Sebastian Koch getragen wird. Dem Film gelingt es den schmalen Grad zwischen Wahrheit und Fiktion, Opfer und Täter, Kunst und Gefahr miteinander zu verknüpfen. "Werk ohne Autor" ist schonungslos wahr und verstörend spannend. Er gibt einen neuen Blick auf die Kunst und zeigt, dass die Wahrheit immer im Auge des Betrachters liegt.

Das Drama feierte auf den diesjährigen 75. Filmfestspielen in Venedig seine Weltpremiere - nach vierjähriger Vorbereitung. Außerdem wurde der Film als deutscher Beitrag für die Kategorie Bester fremdsprachiger Film bei den Oscars 2019 ausgewählt.

Kinostart: 03. Oktober 2018

Photos: webnode.com & privat